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Wie man Azubis gewinnt

Projekt „Mema Fachkraft Plus“ zieht Bilanz(ein Bericht von Thomas Pertz aus der Lingener Tagespost vom 29.04.2019)

Eine positive Bilanz zogen (von links) Manfred Pletz, Sarah Lüttmann, Holger Feikes, Heidi Ricke, Marlies Hoffrogge, Martin Gerenkamp und Heinz-Gerd Lindschulte. Foto: Thomas Pertz

Den Fachkräftemangel zu beklagen ist das eine, sich aktiv um den beruflichen Nachwuchs zu kümmern,
das andere. Tipps dazu hat die Ausbildungsplattform „Mema Fachkraft Plus“ parat. Das Team dahinter zog nun eine Bilanz seiner Arbeit. Mema steht für Metall und Maschinenbau. Das Netzwerk der Emsland GmbH des Landkreises steht allen Unternehmen der Metall- und Maschinenbaubranche in der Region, aktuell rund 1000, kostenlos offen. Angedockt war das Projekt „Mema Fachkraft Plus“ beim Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) des Handwerks in Lingen. Wie Geschäftsführer Heinz- Gerd Lindschulte erläuterte, war es auf drei Jahre angelegt. Gestartet am 1. Juli 2016, endet das Projekt zum 30. Juni. Gefördert wurde es mit rund 500 000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds. Den Stellenwert der beruflichen Ausbildung in den Betrieben erhöhen und die duale Ausbildung attraktiver zu gestalten: So umreißen Sarah Lüttmann und Manfred Pletz vom Projektteam die Ziele des Projektes. Die Ausbildungsplattform im Internet ist ein Baustein. Hier werden Werkzeuge zur Gestaltung der Ausbildung angeboten, außerdem  Qualifizierungsmaßnahmen von Bildungsträgern. Weiterer Baustein ist die Beratung von Betrieben. „Wir wollen keine Lösung überstülpen, sondern mit den Betrieben Wege finden, um Ausbildungsplätze besetzen zu können“, sagte Pletz. Innerhalb des Projektes wurden „Ausbildungsbotschafter“ entsprechend vorbereitet: junge Leute, die bei Ausbildungsbörsen oder direkt in den Schulen für ihren Beruf warben.
Die Größe des Problems lässt sich in Zahlen ausdrücken. „Wir reden über 1500 nicht besetzte  Ausbildungsplätze im Landkreis Emsland“, sagte Erster Kreisrat Martin Gerenkamp. Neben der Suche nach Auszubildenden werde es verstärkt auch darum gehen, die Azubis im Betrieb zu halten, erläuterte Gerenkamp mit Hinweis auf steigende Abbrecherquoten. Das Unternehmensnetzwerk von Mema habe sehr von dem Projekt profitiert, betonte Heidi Ricke, Geschäftsführerin der Emsland GmbH. „Der Fachkräftemangel ist auf allen Ebenen in den Betrieben ein Thema“, sagte Mema-Netzwerkmanager Holger Feikes.
Marlies Hoffrogge bestätigte dies. Sie ist Personalreferentin bei der Bernhard van Lengerich Maschinenfabrik in Emsbüren. Das Unternehmen bemüht sich intensiv um seine Azubis und wirbt um den Nachwuchs, wie Hoffrogges Hinweise auf Lernpatenschaften mit Emsbürener Schulen, Betriebsbesichtigungen und Praktika deutlich machten. Mit Erfolg: Zum 1. August fangen bei BvL 17 junge Leute eine Ausbildung an. Etwas fehlte bislang, durch den Kontakt zu „Mema Fachkraft Plus“ nun aber nicht mehr: eine Willkommensmappe. „Sie wird es für jeden zum ersten Ausbildungstag mit allen
notwendigen Informationen geben“, sagte Hoffrogge.

Unsere kompetenten Ausbilder und Lehrkräfte vermitteln jährlich mehr als 8.000 Teilnehmenden in über 1,2 Millionen Unterrichtsstunden Fachwissen, das voran bringt. Für den Unterricht stehen moderne, gut ausgestattete Räume und Werkstätten zur Verfügung.

Lingen / Meppen / Nordhorn

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